Man könnte Welthits kreieren
Die Entstehung des legendären Songs „Blue Monday“ (1983) von New Order ist tatsächlich ein klassisches Beispiel für das „Zusammenlegen“ oder vielmehr das Verschmelzen verschiedener musikalischer Einflüsse, Samples und technischer Experimente. Es entstand nicht als Song im klassischen Sinne, sondern als tanzbares Stück, das aus unterschiedlichen Quellen zusammengesetzt wurde.
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Hier sind die Hauptkomponenten, die in „Blue Monday“ einflossen:
Arrangement: Die Struktur und der Gesamtsound wurden stark von dem Italo-Disco-Track „Dirty Talk“ von Klein M.B.O. (1982) beeinflusst.
Rhythmus/Beat: Der charakteristische, stotternde Drum-Beat wurde vom Song „Our Love“ von Donna Summer (produziert von Giorgio Moroder, 1979) übernommen.
Basslinie: Die berühmte Basslinie mit ihren Oktavsprüngen wurde von Sylvesters Disco-Klassiker „You Make Me Feel (Mighty Real)“ (1978) inspiriert.
Sample (Chor): Der chorartige Sound im Hintergrund wurde direkt aus dem Song „Uranium“ von Kraftwerk (vom Album Radio-Activity, 1975) gesampelt.
Synthesizer/Sound: Der Anfangs-Beat entstand beim Experimentieren mit einem Oberheim DMX Drumcomputer, während die Bassline auf einem Moog Source gespielt wurde.
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Weitere wichtige Fakten zur Entstehung:
Der "Fehler": Der markante, leicht stolpernde Rhythmus entstand, als die Band versuchte, einen Sequenzer zu programmieren, und versehentlich eine Note falsch setzte, was sie jedoch behielten.
Der Anlass: Der Song wurde ursprünglich als „Lückenfüller“ für Konzerte konzipiert, da die Band keine Lust auf Zugaben hatte. Sie wollten einfach einen Knopf drücken und die Maschinen spielen lassen.
Emulator 1: Die Band nutzte den damals neuen Sampler „Emulator 1“, um die Kraftwerk-Sounds zu integrieren, wobei sie die Technik anfangs erlernten, indem sie eigene Geräusche (wie Flatulenzen) aufnahmen.
"Video 5 8 6": Elemente des Songs wurden auch aus ihrer eigenen früheren Komposition „Video 5 8 6“ übernommen.
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Zusammenfassend ist „Blue Monday“ ein Produkt aus Post-Punk-Attitüde, fortgeschrittener Studiotechnik und der bewussten Zusammenstellung von Elementen aus Disco, Euro-Pop und elektronischer Musik (Kraftwerk).