stimmt, nicht alles Geschlossene muss automatisch aufgebrochen werden. Ein geschlossenes Ökosystem als Produktentscheidung ist erstmal völlig legitim.
Der Unterschied beginnt aber dort, wo aus „geschlossen“ eine zentrale Zugangsschicht wird. iOS ist nicht nur ein Produkt im Regal, sondern für viele Anbieter der Zugang zu Nutzern, Apps, Payments, Defaults, Schnittstellen & künftig eben auch System-AI-Funktionen.
Der Käufer entscheidet sich für ein iPhone, ja. Aber Entwickler, Dienste und Wettbewerber entscheiden nicht frei, ob sie auf iOS gleichwertig stattfinden dürfen. Das entscheidet Apple über die Plattformarchitektur.
Deshalb ist das für mich nicht einfach „Kunde wollte geschlossen, fertig“. Die persönliche Kaufentscheidung beantwortet nicht die Frage, ob Apple seine Gatekeeper-Position nutzen darf, um eigene Dienste strukturell besserzustellen. Ist eben so. Können wir eh nicht beeinflussen.
Apple darf geschlossen, sicher und hochwertig bauen. Aber wenn Apple (Google whatever) gleichzeitig Spielfeld, Regeln, Schiedsrichter und Mitspieler ist, greift der ein oder andere ein. Sonst gewinnt nicht zwingend das beste Produkt, sondern die tiefste Systemintegration