Die Schweiz ist stolz auf ihr Sozialsystem. Zurecht. Doch ist es nach wie vor fair?
Heute ist es so, dass Sozialleistungen und Steuerabzüge den Beschäftigungsgrad nur teilweise berücksichtigen.
Das kann zu Ungleichgewichten führen.
Ein Beispiel: Christopher und Yannick haben gemeinsam die KV-Lehre abgeschlossen.
🙋♂️Christopher liebt seine Hobbys und arbeitet nach drei Jahren Vollzeit noch zu 60 %. Das geht gut: Er hat mehr Freizeit und kann sich trotz tieferem Einkommen zweimal jährlich Ferien leisten. Dabei hilft ihm, dass der Staat inzwischen einen Teil seiner Krankenkassenprämien übernimmt.
🧑💻Sein Kumpel Yannick arbeitet weiterhin 100 %. Er spart für ein Eigenheim. Doch er kommt kaum vom Fleck: Kürzlich sind seine Lohnabzüge erneut gestiegen. Mit diesen finanziert er unter anderem die Krankenkassenprämien von Christopher.
Ist das fair? Wir finden: nein.
Deshalb hat die FDP einen Vorstoss (Postulat
@nantermod , 24.4366 „Arbeit muss sich lohnen“) eingebracht, den der Nationalrat soeben überwiesen hat.🎉
Der Bundesrat muss nun prüfen, wie Sozialleistungen und Steuerabzüge stärker am Beschäftigungsgrad ausgerichtet werden können.
Selbstverständlich sollen dabei Ausnahmen gelten, zum Beispiel für Familien oder für Personen, die minderjährige Kinder betreuen (jeder der Kinder hat, weiss: das ist harte Arbeit) oder für Personen, die eine Aus- oder Weiterbildung absolvieren.
Doch im Grundsatz muss gelten: Unser Sozialstaat unterstützt jene, die nicht arbeiten können – nicht jene, die bewusst weniger arbeiten, obwohl sie könnten.
#Fariness #FürAlleDieDenWeckerStellen ⏰