## wie immer sind Quotenweiber der SPD (Andrea Nahles, Baerbel Bas, Dr. Claudia Schilling) federführend und vertuschen ihr Versagen ! ##
Er sagte öffentlich, was viele im Jobcenter-Alltag offenbar seit Jahren denken – und verlor seinen Job. Der Bremer Jobcenter-Mitarbeiter Fred Göcken hatte über Missstände beim Bürgergeld gesprochen. Danach warf ihm Bremens Arbeitssenatorin Claudia Schilling (57, SPD) vor, die Realität zu verzerren. Göcken wurde fristlos gekündigt.
Doch jetzt melden sich immer mehr Jobcenter-Mitarbeiter bei BILD – und widersprechen der Senatorin. Sie sagen: Göcken hat die Realität nicht verzerrt. Im Gegenteil. Er habe eher zu wenig erzählt.
Auf einen BILD-Aufruf („Was erleben Sie als Mitarbeiter im Jobcenter?“) gab es eine Flut von Reaktionen. Von Menschen aus ganz Deutschland, die in Jobcentern arbeiten, und solchen, die dort gearbeitet haben. BILD sprach mit vielen persönlich. Alle wollen anonym bleiben – aus Angst vor Konsequenzen, vor juristischen Folgen oder davor, sich beruflich die Zukunft zu verbauen. Ihre echten Namen sind der Redaktion bekannt. BILD hat sich bei allen hier zitierten Personen vergewissert, dass sie tatsächlich im Jobcenter arbeiten oder gearbeitet haben
Fast alle betonen: Natürlich gebe es viele Menschen, die Hilfe wirklich brauchen. Ihr Vorwurf richtet sich gegen ein System, das Missbrauch zu leicht mache, Mitarbeiter überfordere – und Kritik offenbar kaum ertrage.
Ronny Lehmann (46, Name geändert) arbeitet aktuell in einem Jobcenter in NRW. Er betreut nach eigenen Angaben rund 200 Bedarfsgemeinschaften. Er sagt zu BILD: „Bei uns intern im Jobcenter nennen wir das Bürgergeld inzwischen das Rundum-Sorglos-Paket.“
Gemeint sei: Miete, Krankenversicherung, Regelleistung, Heizkosten, Nachzahlungen, Rundfunkbeitrag, Leistungen für Kinder – vieles werde übernommen oder abgefedert. „Viele nennen das Geld sogar ihren Lohn oder ihr Gehalt“, berichtet er.
Besonders bei Familien fehle oft der finanzielle Anreiz, eine einfache Vollzeitstelle anzunehmen. Wenn am Ende nur wenige Hundert Euro mehr übrig blieben, sagten viele: Dafür lohnt sich Arbeit nicht. Er sagt: Es gebe Menschen, die wirklich Hilfe brauchen. Aber es gebe eben auch viele, die sich im System eingerichtet hätten.