Das letzte Mal, dass mir jemand vorschreiben wollte, wie ich zu sprechen habe, waren es DDR-Bonzen. 1989 bin ich auch für die freie Rede! auf die Straße gegangen. Wenn jetzt sogar öffentliche Förderung daran hängen soll, ob Herrn Weimer die Sprache gefällt, schränkt das Freiheit massiv ein.
Was ist aus dem Aufruf „Die Korridore des Sagbaren gilt es zu weiten“ geworden, den Weimer vor gerade mal 65 Tagen in der SZ veröffentlicht hat? Es scheint so, als ob sich unser Kulturstaatsminister bislang mehr mit Kulturkampf, als mit Kultur beschäftigt.