Deutsche Spitzenbeamte lobbyieren in Brüssel gemeinsam mit ungarischen Vertretern für eine Wiederaufnahme russischer Gasimporte im großen Stil. Deutschland verhält sich dabei wie ein Junkie, der für die Zeit nach seiner Entlassung aus der Entzugstherapie bereits ein Wiedersehen mit seinem früheren Dealer vereinbart.
Warnungen aus Osteuropa werden wieder einmal abgetan und mit kolonialer Attitüde übergangen. Es waren vor allem Deutschlands gigantische Gasimporte, die Russlands Kriegsmaschine über viele Jahre vor- und mitfinanziert haben. Sie haben Putins Angriffskrieg erst ermöglicht.
Gas ist weiterhin die mächtigste politische Waffe, die Putin in den Händen hält. Es läge jetzt vor allem in der Verantwortung Deutschlands, dass der Kreml nicht zum Status quo ante zurückkehren und diese Waffe erneut gegen Europa richten kann.