🇨🇭PR-Coup der WHO?
WHO inszeniert Handlungsstärke – BR Baume-Schneider liefert politische Schützenhilfe
Anlässlich der heutigen Eröffnung der 79. Weltgesundheitsversammlung in Genf bezeichnete Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider die WHO als «unersetzlich». Trotz massiver Sparmassnahmen habe die Organisation ihre Aufgabe weiterhin erfüllt, erklärte sie in ihrer Eröffnungsrede. Die WHO musste ihr Budget zuletzt um fast eine Milliarde US-Dollar reduzieren und rund 1300 Stellen abbauen.
Weiter würdigte Baume-Schneider in ihrer Rede ausdrücklich die Rolle der WHO bei der internationalen Reaktion auf das Hantavirus und den aktuellen Ebola-Ausbruch. Gerade diese Betonung fällt auf: Während WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus zuletzt medienwirksam internationale Solidarität, globale Zusammenarbeit und die Bedeutung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) hervorhob, rücken erneut internationale Gesundheitskrisen ins Zentrum der öffentlichen Kommunikation.
Quelle SRF, Sendung Rendez-vous vom 18.05.26
srf.ch/audio/rendez-vous/spa… Bildquelle: © WHO /Antoine Tardy
Besonders bemerkenswert: Nur wenige Tage nachdem die mediale Aufmerksamkeit rund um das Hantavirus deutlich abgeflaut war, wurde wegen des Ebola-Ausbruchs im Kongo ein PHEIC (internationaler Gesundheitsnotstand) ausgerufen. Damit verschiebt sich der globale Fokus unmittelbar auf die nächste internationale Bedrohungslage.
Die WHO präsentiert sich dabei erneut als unverzichtbare globale Führungsinstanz in einer Zeit multipler Krisen – trotz wachsender Kritik, Vertrauensverlust und anhaltender Kontroversen rund um Pandemiepolitik und globale Kompetenzausweitung.
🔺Neueste Entwickungen um Hanta: Gemäss Stefan Homburg, der auf Meldungen der WHO vom 17. Mai 2026 verwies, war Hanta ein Fehlalarm: Die WHO gesteht ihre Fehleinschätzung ein. ❗️
x.com/SHomburg/status/205629…
Vor diesem Hintergrund wirkt das deutliche Lob aus Bern wie eine gezielte politische Schützenhilfe für eine international stark kritisierte Organisation, die derzeit um Legitimation, Einfluss und Handlungsfähigkeit ringt – und das just zu jenem Zeitpunkt, in dem die Beratungen rund um den PABS-Anhang des WHO-Pandemievertrags ins Stocken geraten. Ursprünglich war nämlich geplant, den WHO-Pandemievertrag anlässlich der 79. WHA zu verabschieden. Nun kann lediglich der aktuelle Entwurf des PABS-Anhangs präsentiert werden und der Antrag gestellt werden, dass die Arbeiten zur Vollendung fortgeführt werden sollen. Der PABS-Anhang soll an der WHA80 im Mai 2027 oder früher in einer ausserordentlichen WHA verabschiedet werden.
🔺Mehr Informationen zum WHO-Pandemievertrag / politische Geschäfte ABF Schweiz
abfschweiz.ch/pandemievertra…
Breite Kritik an PABS-Anhang
Denn die laufenden Verhandlungen zum PABS-Anhang sind weit mehr als technische Detailarbeit. Sie berühren zentrale Fragen von staatlicher Souveränität, finanzieller Kontrolle, gerechter Vorteilsaufteilung und demokratischer Legitimation. Für die Schweiz und andere Staaten geht es dabei nicht nur um künftige Pandemievorsorge, sondern um die grundlegende Frage, wer im globalen Gesundheitsrecht künftig entscheidet: souveräne Staaten im Auftrag ihrer Bürgerinnen und Bürger – oder internationale Netzwerke mit wirtschaftlichen Interessen. Mehr Informationen zum PABS-Anhang
abfschweiz.ch/wp-content/upl…
🔺Der Zeitpunkt der Inszenierung wirft deshalb Fragen auf: Soll durch eine konzertierte Kommunikationsstrategie das Vertrauen in die WHO gestärkt werden? Geht es darum, festgefahrene internationale Prozesse politisch abzusichern? Und erlebt die Weltöffentlichkeit gerade einen gezielten PR-Coup zur Re-Legitimierung globaler Gesundheitsstrukturen?
Die Botschaft "unserer" Gesundheitsministerin aus Genf ist jedenfalls klar: Die WHO soll trotz Krise als unverzichtbare Instanz wahrgenommen werden.
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EIL Hanta war Fehlalarm
Die WHO gesteht ihre Fehleinschätzung ein („reassessment”). Wozu auch Hanta, wenn neuerdings Ebola aktiviert wurde? Bei den Lohnschreibern hat sich die Neuigkeit aber noch nicht herumgesprochen.
Hintergrund: Drei aus unklaren Gründen gestorbene ältere Menschen und ein paar PCR-Tests reichen nicht für weltweite Lockdowns und Impfzwang. Heute erschienen zwar neue Artikel über das grässliche Hantavirus, aber das wird jetzt auslaufen.
Vorausschauender das Impfblatt
@faznet, das fehlende Ebolaimpfstoffe beklagt. Dem Mangel könnte bald abgeholfen werden; schließlich flossen für Bundibugyo & Co. schon im Januar 26,7 Mio. Euro.