Das Ausscheiden der FDP aus dem Landtag von Baden-Württemberg ist eine knallharte Niederlage für uns und ein Rückschlag für unseren Prozess des Neuanfangs. Da gibt es nichts schönzureden. Der Landesverband mit seinem Spitzenkandidaten Hans-Ulrich Rülke hat engagiert gekämpft, aber im Duell zwischen Hagel und Özdemir sind wir politisch unter die Räder geraten. Der Wahrheit geschuldet ist, dass unsere Wählerbasis einfach zu schwach ist.
Wir müssen uns ehrlich eingestehen, dass von der Bundespolitik zu wenig Rückenwind kam. Die
#FDP irritiert viele Menschen zu oft und gibt zu selten überzeugende Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit. Die Menschen erwarten Lösungen und sichtbare Aktionen, nicht nur Reaktionen oder Kritik an dem, was andere machen.
Krisenzeiten führen oft zu Polarisierung, Wohlstand hingegen führt zu Liberalismus. Unser Problem ist, dass viele Menschen derzeit nicht mehr glauben, dass liberale Politik genau diesen Wohlstand schafft. Wir müssen die Gesellschaft davon überzeugen, dass Freiheit und Innovation die Grundlage unseres Wohlstands sind.
Jetzt heißt es Butter bei die Fische. Dazu gehört das Selbstverständnis, Verantwortung für Wahlergebnisse zu übernehmen. Die FDP muss wieder klar zeigen, wofür sie steht: Lösungen anbieten für Wirtschaft, Sicherheit und Zukunft. Für etwas, nicht gegen etwas.