Ich frage mich inzwischen: Was genau habe ich eigentlich getan?
Ich soll an einem Artikel mitgeschrieben haben, der „queerfeindlich“ gewesen sei obwohl der Presserat feststellte, dass er überhaupt keine wertenden Meinungen über die LGBTQ-Community enthält.
Ich soll einen Vortrag gehalten haben, der „transfeindlich“ gewesen sei obwohl ich darin einfache biologische Grundlagen referierte und trans Personen nicht einmal zum Gegenstand machte.
Ich soll NS-Verbrechen geleugnet haben obwohl ein Gericht feststellte, dass ich genau das nie getan habe.
Was bleibt also übrig?
Dass ich nicht schweige.
Dass ich aus guten Gründen gegen das Selbstbestimmungsgesetz bin. Dass ich nicht bereit bin, Grundrechte, Schutzräume, Statistik, Medizin, Sport, Strafvollzug und Frauenräume einer politischen Sprachregelung zu opfern. Dass ich auf Differenzierung bestehe, wo andere Unterwerfung verlangen. Dass ich einen Kompromiss will, wo andere nur Zustimmung dulden.
Dass ich sage: Männer werden nicht zu Frauen, nur weil ein Gesetz, eine Institution oder eine Ideologie es behauptet.
Dass ich nicht still bin, wenn Frauen ihre Grenzen verlieren sollen. Dass ich nicht so tue, als sei es fortschrittlich, wenn Frauen nicht mehr benennen dürfen, wer ihnen gegenübersteht. Dass ich nicht akzeptiere, dass weibliche Realität, weibliche Verletzbarkeit und weibliche Schutzbedürfnisse aus der Sprache verschwinden.
Ich habe widersprochen.
Das macht mich anscheinend toxisch
🤷🏻♀️