Wir reden viel über die Zivilisten – und das ist richtig so. Aber diese Gesichter hier erzählen eine Geschichte, die zu selten erzählt wird. Das sind Männer, die vor drei, vier Jahren Buchhalter waren, Programmierer, Lehrer, Baristas. Die nie im Leben daran gedacht hätten, eine Waffe in die Hand zu nehmen. Die jetzt Gesichter haben, in die sich der Krieg eingegraben hat.
Die Ukraine zwingt ihre Männer zum Dienst, weil sie keine Wahl hat. Weil ein Mann im Kreml eines Morgens beschlossen hat, dass ein souveränes Land nicht existieren darf. Dass ist keine Armee von Berufssoldaten, die wussten, worauf sie sich einlassen. Das sind zwangsmobilisierte Zivilisten, die ihre Familien, ihre Städte, ihr Land verteidigen – weil niemand sonst es tut.
Und während hier in Europa über Waffenlieferungen debattiert wird, über Verhandlungen und „Kompromisse” und „Sicherheitsarchitektur”, stehen diese Männer in Schützengräben. Mit Gesichtern, die man zum Teil kaum wiedererkennt.
Jedes einzelne dieser Vorher-Nachher-Bilder ist eine Anklage. Nicht gegen die Ukraine. Gegen uns alle.
Ukrainian Defenders shared their photos before and after russia’s invasion of Ukraine.