Korrespondent im Parlamentsbüro der @SZ, schaut aufs Kanzleramt. All views my own.

Joined July 2009
583 Photos and videos
Abgrund von Ignoranz.
The Vice President of the United States thinks WWII ended through a negotiation 😳
289
Ok, #Putin will #Schröder unbedingt als Vermittler. Aber wer verhandelt dann für Europa?
Putin: Who, apart from Gerhard Schröder, could possibly act as a mediator?
136
31
200
9,617
Debakel in New York. Deutschland nur 104 Stimmen. Weit entfernt von Zwei-Drittel-Mehrheit. Portugal und Österreich in den #UN-Sicherheitsrat gewählt. Deutschland nicht
1
6
611
“Bemerkenswert ist lediglich die Konsequenz, mit der die #FDP inzwischen jeden Anlass nutzt, ihre eigene historische Bedeutung auf die Größe ihrer aktuellen Umfragewerte zu reduzieren.”
Eigentlich wollte ich zu dieser Wahl kein Wort verlieren. Die inneren Machtfragen einer Drei-Prozent-Partei sind normalerweise kein Ereignis von staatsphilosophischer Tragweite. Doch gelegentlich verdichtet sich in einer Personalentscheidung ein größerer politischer Befund. Der heutige #FDP-Parteitag war ein solcher Moment. Denn die Entscheidung zwischen @MAStrackZi und Wolfgang Kubicki war weit mehr als eine Abstimmung über zwei Persönlichkeiten. Sie war ein Votum darüber, welches Verständnis von Liberalismus in dieser Partei künftig noch eine Rolle spielen soll. Die FDP hat sich entschieden. Und vielleicht hat sie damit vor allem eines getan: Sie hat einen lange schwelenden Selbstbetrug beendet. Der Liberalismus gehört zu den großen politischen Emanzipationsbewegungen der Moderne. Sein historischer Kern war nie die Verherrlichung des Marktes. Er war die Befreiung des Individuums aus den Fesseln von Herkunft, Stand, Willkür und Machtkonzentration. Liberale kämpften für Rechtsstaatlichkeit, Bürgerrechte, Bildungsaufstieg und die Idee, dass Freiheit mehr bedeutet als die bloße Abwesenheit staatlicher Eingriffe. Ralf Dahrendorf verstand Freiheit deshalb stets als die Existenz realer Lebenschancen. Freiheit ohne Zugang zu Bildung, Teilhabe und sozialem Aufstieg war für ihn kein liberales Ideal, sondern eine rhetorische Leerformel. Genau an diesem Punkt beginnt die Tragödie der heutigen FDP. Über Jahrzehnte hat sie den Liberalismus schrittweise auf eine ökonomische Restgröße reduziert. Aus der Verteidigung individueller Freiheit wurde die Verteidigung wirtschaftlicher Freiheit. Aus einer politischen Philosophie wurde eine Steuerlehre. Aus einer Partei mit gesellschaftlichem Gestaltungsanspruch eine Interessenvertretung mit angeschlossenem Grundsatzprogramm. Das eigentliche Problem dabei ist nicht einmal die Einseitigkeit dieser Perspektive. Das Problem ist ihre intellektuelle Erschöpfung. Die großen Fragen unserer Zeit – soziale Mobilität, Bildungsgerechtigkeit, demokratische Resilienz, technologische Machtkonzentration, gesellschaftlicher Zusammenhalt – verlangen nach einem Liberalismus, der Antworten auf die Bedingungen von Freiheit formuliert. Die FDP antwortet darauf seit Jahren mit den immer gleichen Reflexen: weniger Regulierung, niedrigere Steuern, mehr Markt. Man gewinnt den Eindruck, eine Partei habe ihre Instrumente mit ihren Zielen verwechselt. Vor diesem Hintergrund besitzt die Wahl Kubickis eine beinahe symbolische Konsequenz. Er verkörpert nicht den Aufbruch einer politischen Idee, sondern ihre Beharrungskraft. Nicht die Weiterentwicklung des Liberalismus, sondern seine Verwandlung in eine politische Folklore. In ihm triumphiert nicht die Zukunft über die Vergangenheit, sondern die Gewohnheit über die Erkenntnis. Die bemerkenswerte Ironie besteht darin, dass sich eine Partei, die einst angetreten war, starre gesellschaftliche Strukturen aufzubrechen, heute selbst wie eine Gefangene ihrer eigenen Dogmen wirkt. Sie verteidigt mit großer Leidenschaft Antworten auf Fragen, die kaum noch jemand stellt, und übersieht dabei die Fragen, die längst den politischen Alltag bestimmen. Die Niederlage von Strack-Zimmermann ist deshalb weniger wegen ihrer Person bedeutsam als wegen dessen, was sie symbolisiert: die Absage an die Möglichkeit, den Liberalismus wieder breiter, gesellschaftlicher und intellektuell anspruchsvoller zu denken. Man muss darüber nicht einmal besonders enttäuscht sein. Parteien haben das Recht, sich politisch zu irren. Bemerkenswert ist lediglich die Konsequenz, mit der die FDP inzwischen jeden Anlass nutzt, ihre eigene historische Bedeutung auf die Größe ihrer aktuellen Umfragewerte zu reduzieren.
3
591
Die Helferiche jedenfalls mussten besiegt werden.
Das unfreundliche Gesicht des Nationalsozialismus.
1
7
622
Daniel Brössler retweeted
mit @dbroessler @Cluverc Alexander Kähler von @phoenix_de und @RosaliaRomaniec
1
2
540
Daniel Brössler retweeted
Gravierender als der Truppenabzug wiegt derzeit das Ausbleiben der Tomahawk-Lieferungen, sagt Daniel @dbroessler @SZ in der #phoenixrunde. Unter Zugzwang - Wie behauptet sich Europa gegen Trump? 📱youtube.com/watch?v=_5qXmIqF… 📺 22:15 Uhr
4
5
2,147
Daniel Brössler retweeted
Heute in der #phoenixRunde: Unter Zugzwang - Wie behauptet sich #Europa gegen #Trump? Alexander Kähler diskutiert mit: Cathryn @Cluverc Ashbrook @BertelsmannSt Rosalia Romaniec @dw_politics Pascal @pthibaut Radio France Internationale @RFI Daniel @dbroessler @SZ 📲19:00📺22:15
4
6
1,456
Das blöde an der Trump-Ära ist, dass sie allen Gewissheiten den Boden entzieht. Ja, die Äußerung von #Merz war unbedacht. Ja, sie hat #Trump und sein toxisches Ego provoziert. Nein, durch brave Unterwürfigkeit (Rutte) lässt sich das transatlantische Verhältnis auch nicht retten.
Truppenabzug, Zölle auf Autos -- der deutsche Kanzler hat das deutsche Verhältnis zu den USA mit seinen Äußerungen erheblich beschädigt.
7
9
54
13,477
😁😁😁
Rammstein beenden ist vermutlich mehrheitsfähig
2
507
Daniel Brössler retweeted
Rammstein beenden ist vermutlich mehrheitsfähig
Danke Donald! Endlich kommt Bewegung in die Sache. Bitte die weiteren 34.000 auch mitnehmen, Rammstein schließen, die Atomwaffen mitnehmen und keine Überflugrechte mehr für US Maschinen im Kriegseinsatz. Endlich die NATO wandeln zur Europäischen Verteidigungsgemeinschaft!
46
19
203
25,831
So, Einladung an Wladimir ist raus. Schönes Wochenende noch.
Danke Donald! Endlich kommt Bewegung in die Sache. Bitte die weiteren 34.000 auch mitnehmen, Rammstein schließen, die Atomwaffen mitnehmen und keine Überflugrechte mehr für US Maschinen im Kriegseinsatz. Endlich die NATO wandeln zur Europäischen Verteidigungsgemeinschaft!
2
380
President Trump on Truth Social: The Chancellor of Germany, Friedrich Merz, thinks it’s OK for Iran to have a Nuclear Weapon. He doesn’t know what he’s talking about! If Iran had a Nuclear Weapon, the whole World would be held hostage. I am doing something with Iran, right now, that other Nations, or Presidents, should have done long ago. No wonder Germany is doing so poorly, both Economically, and otherwise! President DONALD J. TRUMP
2
411
Daniel Brössler retweeted
Was ist "ein typischer #Merz? U.a. das habe ich @dbroessler @SZ gefragt, nachdem Merz mit seinem Satz über die #Rente ("allenfalls noch #Basisabsicherung") Ängste geweckt und die #SPD provoziert hatte. Auftakt, um grundsätzlich darüber nachzudenken, ob die Regierung die Kraft für echte #Reformen hat. open.spotify.com/episode/0i7…
1
4
9
1,412
Was ist ein typischer Merz? Gute Frage. Zu Gast bei @annewill durfte ich darauf und auf einiges mehr eine Antwort suchen. In diesen irren Zeiten gar nicht einfach… open.spotify.com/episode/0i7…
1
4
186