1. Doch. Der Text sagt, Zweigeschlechtlichkeit steht nicht zur Debatte. Wenn überhaupt gibt es eine diffizile Debatte im Bereich von Geschlecht, die die Frage der Zweigeschlechtlichkeit nicht berühren, und eher Intersexfragen betreffen und schon gar nicht transissues. Das ist der ganze Take, der nicht nur aus dem Wort Rejustierung besteht.
2. Ein besseres Verständnis von der Entwicklung der Geschlechtsmerkmale kann man sehr wohl als verfeinertes Verständnis von Geschlecht bezeichnen, weil das auch meint, wie Geschlechtlichkeit funktioniert, einschließlich der Entwicklung von Geschlechtsmerkmalen. Es ist nicht unser Problem, dass hier manche bei "Geschlecht" nur an die Geschlechtsanzahl denken und sich davon so getriggered fühlen (empfindlich?), dass sie keine Ambiguität aushalten (pedantisch?), weil sie gleich einen Dammbruch erwarten, wenn man den vermeintlich falschen Begriff verwendet. Das ist dieselbe Logik wie bei den Wokies, wenn sie von Normalisierung reden. Wir meinen jedenfalls damit ein differenzierteres Verständnis im Bereich uneindeutiger Geschlechtsmerkmale etwa. Wenn man den Begriff unpassend findet, gut, gekauft. Dass wir damit irgendwie die Binarität berühren, bleibt dennoch falsch - und damit eine unnötige Diskussion.