Vielleicht erinnern sich noch einige an den Biologie-Unterricht und Mimese und Mimikry.
(Ist es noch Mittelstufenstoff oder schon Oberstufe?)
Durch visuelle Mimikry können zwei Tierarten, wie zum Beispiel die Schwebfliege und die Wespe, ganz ähnlich aussehen, ohne verwandt zu sein.
Frage: Sollten wir den Nachahmer nicht mehr vom Original unterscheiden und zu einer Spezies erklären, weil beide auf den ersten Blick miteinander verwechselt werden können (was schließlich der Zweck der Mimikry ist)?
Während bei Frauen, die sich als Mann präsentieren, Schutzmimikry nicht ausgeschlossen ist und eine ähnliche Funktion erfüllt wie bei der Schwebfliege, die durch die Ähnlichkeit mit den stechenden Wespenweibchen als Beute unattraktiv werden, stellt sich die Frage, ob es sich bei Männern, die sich als Frau präsentieren, eher um ein Lockmimikry handelt.
Und dann gibt es noch den Blauen Sonnenbarsch (Lepomis macrochirus).
Wir alle kennen inzwischen den Clownfisch, der gern herangezogen wird, um zu beweisen, das Geschlecht veränderbar sei. Aber was ist mit dem Sonnenbarsch?
Kleine, geschlechtsreife Männchen, die keine Chance gegen die "Alpha Males" hätten, würden diese sie als Männchen und Konkurrenten erkennen, ahmen das Verhalten von Weibchen bis ins Detail nach und erhalten so Zugang zu fruchtbaren Weibchen, die von den Nestern großer, aggressiver, revierbewahrender Männchen angezogen werden. Außerdem vermeiden dieser "Sneaker" Männchen die "Elternfunktion" und verringern so ihre reproduktive Last, denn bei den Sonnenbarschen kümmert sich das Männchen um die Brut. Dies Verhalten wird auch als "Female Mimikry" bezeichnet.
(Ja, dieser Post ist nicht sachlich, sondern purer Zynismus.)