#DITIB-Jubiläum in Bergedorf: Ankündigungen gelöscht – doch es gibt weitere Fragen
Nachdem ich die problematischen Hintergründe der Gastreferenten Bünyamin Topçuoğlu und Mustafa Özcan Güneşdoğdu thematisiert habe, hat DITIB-Bergedorf die entsprechenden Ankündigungen ohne weitere Stellungnahme von ihren Kanälen entfernt.
Doch ein Blick auf das weitere Programm wirft weitere Fragen auf. Mit dem Theologen Osman Eğin und dem Autor Ahmet Bulut, die beide aus der Türkei eingeflogen werden, stehen weitere Personen im Programm, deren öffentliche Positionen in deutlichem Widerspruch zum friedlichen Miteinander in Hamburg stehen.
1. Osman Eğin: Idealisierung von Hamas-Akteuren
Der Theologe Osman Eğin fiel in der Fernsehsendung „Arafta Sorular“ durch eine explizite Würdigung des getöteten Chefs der Terrororganisation
#Hamas Ismail Haniyye auf:
• Haniyye als Vorbild: Eğin beschrieb Haniyye als einen Menschen, der „gewonnen“ habe und dessen Leben ein Vorbild an Standhaftigkeit und Aufrichtigkeit sei.
• Zitat von Eğin: „Möge Ismail Haniyye im Paradies ruhen. Er hat gewonnen... Sein ganzes Leben stand auf dieser Linie.“
Eğin stellt einen Anführer einer als Terrororganisation eingestuften Gruppe als moralischen Kompass dar...
[Quelle:
m.star.com.tr/medya/sehit-he…]
2. Ahmet Bulut: Antisemitische Verschwörungsmythen
Der ebenfalls aus der Türkei geladene Autor Ahmet Bulut bedient in sozialen Netzwerken klassische antisemitische Narrative [siehe Screenshot]:
• Verschwörungsmythen: Er verbreitet Bilder, die den Papst beim Küssen der Hand eines Holocaust-Überlebenden zeigen, und behauptet fälschlicherweise, es handele sich um ein Mitglied der Rothschild-Familie. Sein Kommentar dazu: „Das ist die Macht, die die Welt regiert.“
• Er nutzt eine entmenschlichende Sprache gegenüber dem Staat Israel und bezeichnet diesen unter anderem als „blutsaugend“.
❓️Ein systematisches Problem?
Dass nun bereits vier der geladenen Gäste durch die Verherrlichung von Terror-Akteuren oder die Verbreitung antisemitischer Verschwörungsmythen auffallen, legt nahe, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt.
Fragen an die DITIB-Bergedorf:
• Wie passen diese Referenten zum Ziel eines 40-jährigen Jubiläums, das Integration und Zusammenhalt feiern möchte?
• Erfolgt eine klare inhaltliche und öffentliche Distanzierung von diesen Aussagen oder werden lediglich die Werbe-Beiträge gelöscht?
Eine offene Stellungnahme der Veranstalter ist im Sinne des gesellschaftlichen Friedens in Hamburg unumgänglich.