Und wieder einmal ist es soweit: Der ÖRR mit einem weiteren "Hit Piece" über Tesla und Elon Musk 🤦♂️ "ELON MUSK UNCOVERED - Das Tesla-Experiment", so die neueste "Doku" bei der ARD.
@OERRBlog
Schon lustig irgendwie: Die Leute verlassen X, weil angeblich ach so böse Desinformation dort verbreitet wird, aber man muss nur ARD einschalten und bekommt dort wirklich Propaganda vom Allerfeinsten serviert, finanziert von unseren Gebühren, im direkten Widerspruch zu Programmauftrag und Medienstaatsvertrag. Aber das stört anscheinend niemanden.
Vorab: Es gibt in dem gesamten Bericht keinerlei belastbaren Zahlen, keine Statistiken, keine Bewertungen, keinerlei Einordnungen von Informationen - sondern von vorne bis hinten nur eines: Emotionen und Narrative. Als Ausgangspunkt für die "Dokumentation" hat man wieder mal die Handelsblatt-"Recherche" zu den so genannten "Tesla-Files" als Anlass genommen und daraus das folgende Narrativ gebastelt - bitte festhalten:
Skrupelloser Silicon-Valley-Milliardär, der die Menschen ohnehin nur als Übergangsphänomen sieht auf dem Weg hin zu einer irgendwie gearteten post-humanistischen Utopie, in der Technologie "die menschliche Spezies überwindet", geht für das Erreichen seiner Ziele über Leichen und setzt mit seiner gefährlichen Autopilot-Technologie Menschenleben aufs Spiel und missachtet dabei natürlich Regeln und Gesetze. So ungefähr.
Eingerahmt wird der Bericht am Anfang und Ende von dem tragischen Unfall eines Familienvaters, der mit seinem Tesla tödlich verunglückt ist - emotional suggerierend, dass es irgendwie der Tesla gewesen sei, der den Unfall verursacht bzw. zu verschulden habe (ohne natürlich irgendwelche konkreten Beweise oder Ergebnisse dazu zu benennen). Selbst wenn es diese Beweise gäbe, dann müsste man als nächstes einordnen, inwiefern das Führen eines Teslas in irgendeiner Weise tatsächlich gefährlicher sein soll als das Führen jedes anderen Fahrzeugs auf der Welt, auch oder gerade mit Verwendung von Fahrassistenzsystemen. Bewusst wird auch keine Unterscheidung in dem Bericht vorgenommen zwischen dem System "Autopilot" und dem so genannten autonomen Fahren, an dem Tesla mit seinem FSD-System seit vielen Jahren arbeitet. Man kann ja durchaus kritisieren, dass Tesla bzw. Elon Musk mit seinen Aussagen zu "jeder Tesla hat seit Jahren einen FSD-Computer an Bord und wird bald autonom fahren können (Potenzial für vollautonomes Fahren)" falsche Hoffnungen geweckt hat, insbesondere was den Zeitstrahl dieser Entwicklung angeht, aber mit keinem Wort wird erwähnt, dass jede Selbstfahr-Technologie strengen Sicherheitsauflagen unterliegt, Untersuchungen der NHTSA in den USA bei Unfällen nichts ungewöhnliches sind (und bislang auch noch zu keinen negativen Ergebnissen führten), und die Einführung von Full-Self-Driving insbesondere in Europa aufwändigsten und strengsten Kontrollen unterliegt, siehe jetzt den Bericht der niederländischen RDW. Dass Teslas Fahrzeuge durch objektive Sicherheitstests und Prüfbehörden feststellbar zu den sichersten Fahrzeugen der Welt gehören, das darf in einem solchen Bericht natürlich nicht erwähnt werden, stattdessen werden einzelne fatale Unfälle aufgeführt, um irgendwie den Eindruck zu erwecken, dass Teslas irgendwie unsicher seien und jeder, der einen Tesla kaufe, gefühlt jederzeit Gefahr laufe, dass der Tesla ihn als nächstes gegen einen Baum fahre - und der Fahrer dann anschließend aufgrund nicht öffnender Türen im Fahrzeug verbrenne.
Neben altbekannter Anti-Tesla-Prominenz wie Edward Niedermeyer, die selbstverständlich ausführlichst in der Doku zu Wort kommen dürfen, darf natürlich auch eine Pseudo-Einordnung irgendeines Psycho-Gurus nicht fehlen, der uns erklärt, was die eigentlich Philosophie hinter diesen ganzen Silicon-Valley-Oligarchen so sein soll. Die lautet ungefähr so: Musk (und all die anderen) arbeiten als so genannte Longtermists an einer gefühlt menschenfeindichen Utopie, in der Technologie quasi über dem Menschen steht, und um dieses Ziel zu erreichen, sind alle Mittel Recht, weil das Große-Ganze ja die Utopie ist und so. Dass das alles diametral entgegengesetzt zu Musks Aussagen und Taten steht, Musk ja selbst einer der größten Warner vor den Gefahren von Technologien wie Künstlicher Intelligenz ist, dafür OpenAI mitgegründet hat, damit diese Technologie eben nicht profitorientiert und möglicherweise menschenfeindlich eingesetzt werden kann, und auch seine Philosophie bezüglich Mensch vs. Technologie ja eine andere ist (siehe seine Diskussionen mit z.B. Sam Altman) - das alles wird natürlich überhaupt nicht erwähnt. Stattdessen wird sein Unternehmen Neuralink nur kurz in dem Kontext erwähnt, dass der Eindruck entsteht, Neuralink wäre genau dazu da, um die menschliche Spezies quasi durch den Upload von Gehirnen in die Cloud überflüssig zu machen. Nicht fehlen darf natürlich auch die Erwähnung der politischen Unterstützung Trumps, die angeblich nur deshalb erfolgt, um sich Trump zu erkaufen und sich so von den Untersuchungen zu all den angeglichen halblegalen oder illegalen Machenschaften Musks freizukaufen.
Das alles ist so dermaßen einseitig und so absurd verfälscht, dass man gar nicht weiß, wo man da anfangen soll, das wieder halbwegs gerade zu biegen. Niemand, der nicht die Hintergründe und Informationen hat, kann bei solchen angeblichen Dokumentationen durchschauen, wie er von vorne bis hinten emotional über den Tisch gezogen wird. Es gibt viele Dinge, die man ja wirklich bei Tesla und bei Elon Musk kritisieren kann, natürlich gibt es die. Aber solche Dokumentation erfüllen absichtlich einen ganz anderen Zweck - leicht zu erkennen für jeden, der die Hintergründe kennt. Erschreckend ist, dass das ja nicht irgendjemand privat angefertigt hat, was ja noch halbwegs erklärbar wäre, sondern dass so etwas tatsächlich (und immer und immer wieder) im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, welches eigentlich zu Neutralität und Objektivität verpflichtet ist, weggesendet wird.
ardmediathek.de/video/elon-m…