Springer, BILD, WELT, Focus und der ganze angeschlossene Empörungsbetrieb haben jahrelang mitgebaut an diesem Klima.
Merz wurde als Klartext-Macher hochgeschrieben. Die Ampel wurde täglich zum Staatsuntergang erklärt. Grüne wurden zum Feindbild gemacht. Die AfD wurde durch Kulturkampf und Dauererregung indirekt mitgefüttert.
Jetzt regiert Merz, liefert nicht, die AfD steht stark da - und dieselben Leute tun so, als hätten sie mit dieser politischen Verwüstung nichts zu tun.
Doch. Haben sie.
Wer jahrelang Brandbeschleuniger spielt, sollte sich nicht als Feuerwehr verkleiden, sobald es brennt. Erbärmlich!
Herr
@janfleischhauer verspottet Merz jetzt als „Lauch“.
Lustig.
Denn genau dieses Milieu hat Merz jahrelang als großen Klartext-Macher hochgeschrieben:
Anti-Merkel.
Anti-links.
Anti-Grün.
Endlich wieder Härte.
Endlich wieder „bürgerliche“ Politik.
Und parallel wurde durch Dauer-Kulturkampf, Untergangsrhetorik und Empörungsjournalismus genau das Klima mitgefüttert, von dem die AfD profitiert.
Jetzt steht Merz im Kanzleramt, liefert nicht, Deutschland verfehlt den Sitz im UN-Sicherheitsrat, und plötzlich soll man Entwicklungshilfe und UN-Gelder kürzen.
Klar. Wenn die eigene politische Wunschfigur enttäuscht, braucht es eben den nächsten Wutknopf.
Man kann Merz nicht jahrelang aufblasen und sich dann wundern, wenn die Inszenierung an der Realität platzt.
Quelle in der Antwort.