Um die Multikulturalisierung Deutschlands zu rechtfertigen, behaupten Medien und namhafte Politiker wie Steinmeier oder Wadephul nicht nur, türkische Gastarbeiter hätten Deutschland nach dem Krieg „mitaufgebaut“. Es wird sogar behauptet, die Regierung Adenauer hätte die Gastarbeiter aus der Türkei freiwillig aufgenommen.
Das Anwerbeabkommen mit der Türkei kam jedoch ausschließlich auf Druck der Besatzungsmacht USA zustande:
„Anders als viele Jahre kolportiert, ist es nicht die Bundesrepublik, die sich an die Türkei wendet, sondern umgekehrt. Ankara hofft, durch Geldüberweisungen der Gastarbeiter in die Heimat seine Defizite in der Handelsbilanz ausgleichen zu können. „Das deutsche Außenministerium wiederum gibt auf Drängen der USA nach, die die geostrategische Bedeutung des Nato-Landes Türkei im Blick haben.“ (Link zum Zitat unten.)
Arbeitsminister Theodor Blank (CDU) lehnte das Abkommen in deutlichen Worten ab. Er befürchte Konflikte zwischen türkischen Gastarbeitern und Deutschen wegen der „religiös-kulturellen Distanz“ und hätte (wenn schon) gerne nur in anderen europäischen Ländern angeworben.
Es herrschte mit Abflauen des Wirtschaftswunders auch recht schnell kein „Arbeitskräftemangel“ mehr, weswegen viele Türken illegal einreisten:
„Da die Zahl der männlichen Bewerber Ende der 1960er viel höher ist als Stellen angeboten werden, reisen etliche auch illegal ein.“
Und selbstverständlich war zum Zeitpunkt der Unterschrift des Anwerbeabkommens 1961 Deutschland schon lange wieder aufgebaut und das Wirtschaftswunder der 1950er Jahre hatte die Bundesrepublik längst zu einer führenden Wirtschaftsnation gemacht.