Ein Problem, das durch KI eher größer als kleiner wird:
Früher war Information knapp. Heute haben Führungskräfte zu viel Information:
KI liefert zehn Optionen.
Berater liefern zehn weitere.
Das Management hat fünf Prioritäten.
Die Mitarbeiter sind verunsichert.
Die politische und wirtschaftliche Lage ändert sich ständig.
Das Ergebnis ist oft Orientierungslosigkeit.
Ihre Organisation verliert dann an Geschwindigkeit. Deshalb stocken Entscheidungen, Projekte verzögern sich und gute Leute kündigen. Manchmal haben Sie "Glück" und der Arbeitsmarkt ist gerade schlecht, aber dann kündigen die Leute zumindest vorerst innerlich.
Die größte Führungsaufgabe der kommenden Jahre ist nicht Information bereitzustellen (das macht die KI am Handy der Mitarbeiter), sondern Orientierung zu schaffen.
Der erste Schritt zu dieser Orientierung erfordert Radikale Akzeptanz: Wir müssen aufhören, die Informationsflut und die Marktdynamik als Probleme zu behandeln, die man weganalysieren kann, denn sie sind unveränderbare Tatsachen.
Wer gegen diese Realität kämpft, verschwendet die Energie. Erst wenn wir das Chaos als feste Bedingung akzeptieren, gewinnen wir die Handlungsfähigkeit zurück, um die wenigen Hebel zu bewegen, die tatsächlich veränderbar sind.
Mit anderen Worten:
Hören Sie auf mit dem Aktionismus! Springen Sie nicht heute nach links und morgen nach rechts und übermorgen wieder zurück.
Damit verlieren Sie nämlich auch noch Ihre Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in Sie.
Und im Zweifel ist genau das das Einzige, was Sie noch haben, um die Probleme zu lösen.