Dass Bundeskanzler Merz Präsident Trump bereits zu einem „diplomatischen Durchbruch“ gratuliert, halte ich zumindest für verfrüht. Natürlich wünschen wir uns alle ein Ende der Eskalation. Aber Außenpolitik ist kein Schönheitswettbewerb der schnellsten und freundlichsten Glückwünsche. Entscheidend ist, ob der Iran tatsächlich liefert. Zweifel an der Zuverlässigkeit des Mullah-Regime sind, zurückhaltend formuliert, angebracht.
Vor den Applaus müssen wir die Kontrolle stellen. Wir haben in der Vergangenheit mehrfach erlebt, dass große Ankündigungen aus Washington nicht automatisch eine langfristige Strategie ersetzen.
Was wir vor allem nicht dürfen: Die dringend nötige Unterstützung der Menschen im Iran, die für die Freiheit kämpfen, zu vergessen. Denn diese Menschen sind sowohl den Mullahs als auch Trump herzlich egal. Darüber kann auch ein halbseidenes Abkommen nicht hinwegtäuschen.
Ich begrüße das Abkommen zwischen den USA und Iran. Zu diesem diplomatischen Durchbruch gratuliere ich Präsident Trump und der iranischen Seite. Das kann den Weg zur Erholung der Weltwirtschaft und Stabilisierung der Region bahnen. Es gilt, das Vereinbarte zielstrebig umzusetzen.