Rocket Lab: Die Aktie, die Millionäre macht?
Beim Durchscrollen gerade am Sofa wurde mir auffällig oft die Story eines Anlegers angezeigt, der durch eine massive Position in Rocket Lab scheinbar zum Millionär geworden ist. Solche Screenshots wecken natürlich sofort Aufmerksamkeit und Diskussionen.
Aber lassen wir die Emotionen beiseite und betrachten das mal rein objektiv.
Das Klumpenrisiko
Ein Depot, das zum absoluten Großteil aus einem einzigen Unternehmen besteht, hat mit Portfoliomanagement wenig zu tun. Es ist eine direktionale Hochrisiko Wette. Man hebelt zwar die Chancen, bindet sein komplettes finanzielles Schicksal aber an ein einziges Szenario.
Die operativen Risiken & das Damoklesschwert SpaceX
Das Unternehmen agiert in einem hochspannenden Sektor der extrem kapitalintensiv ist und keine Fehler verzeiht. Ein einziger technischer Defekt am Launch Pad reicht aus, um massiven Wert zu vernichten.
Doch über der gesamten Bewertung schwebt ein noch viel größeres Risiko, das aktuell wenige auf dem Schirm haben:
Der potenzielle SpaceX-Börsengang.
Der Crowding out Efekt: Sollte der absolute Platzhirsch der Raumfahrt (oder Starlink) an die Börse gehen, droht dem Sektor ein gigantischer Kapitalabfluss. Institutionelle Investoren werden massiv Liquidität umverteilen und in den unangefochtenen Marktführer umschichten.
Das würde die Bewertungs Multiples der kleineren Challenger wie Rocket Lab brutal unter Druck setzen.
Preissetzungsmacht: Die Skaleneffekte der Falcon und Starship Flotte bestimmen schon heute die Marktpreise, was die Margen Fantasie der Wettbewerber dauerhaft begrenzen wird.
Also:
Das bedeutet nicht, dass Rocket Lab operativ keinen guten Job macht. Aber auf Social Media sehen wir oft den klassischen Survivorship Bias: Der Gewinner postet seinen Screenshot, während diejenigen, die mit der gleichen „Alles auf eine Karte“-Strategie gescheitert sind, schweigen.
Zudem werden wie oben beschrieben, die Karten beim SpaceX IPO neu gemischt.
#RKLB